Stefan
schrieb am 25. November 2004
Guten Tag allerseits!
Ich habe noch einen kleine Anmerkung zu der in meinen Augen unseeligen Kritik (1) der Frau Bauer-Püschel:
In einem Offenen Brief (2) an die Zeitschrift 'musicals' warf sie dem Kritiker des Hamburger TdV, Walter Wigand, vor, sich nicht von der Filmvorlage trennen zu können und das Musical nicht als eigenes Kunstwerk sehen zu wollen oder zu können. Nun scheint sie in eben diese Falle getappt zu sein: Durch den Vergleich mit dem von ihr so genannten 'Ur-Krolock' Steve Barton und der Hamburger Inszenierung und durch die gleichzeitige Abwertung der Umsetzung der Rolle des Krolock und damit der gesamten Münsteraner Inszenierung wird deutlich, dass sie ihrem eigenen Anspruch nicht genügen kann.
Nur damit es keine Missverständnisse gibt: Einige von ihr angebrachte Kritikpunkte und Inszenierungsfragen sind durchaus angemessen. Polanski ist halt schwer zu toppen.
Aber Äußerungen wie 'Anforderungen', die man 'erfüllen sollte' oder das '"Nightmare-Solo" (...), das man doch von einer rockigen (Männer-)Stimme hören möchte' lassen uneingeschränkte Voreingenommenheit erkennen.
Ihre Zusammenfassung der Kernaussage der Münsteraner Inszenierung als: 'wir Vampire sind dauergeile Wesen und haben deshalb permanent immensen Spaß' lässt erkennen, dass sie das zeitweise grenzenlos überspitzte Spiel der Dartsteller auf der Bühne durchaus nicht als das erkannt hat, als was sie es hätte erkennen können, ja müssen: Als hohles und morbides 'Treiben' entseelter Gestalten. Eine weitere Darlegung der darin möglicherweise enthaltenen Gesellschaftskritik, dem Zuschauer einen Spiegel vorhalten etc. (also des Tiefgangs, der Frau Bauer-Püschel offenbar entgangen ist) spare ich mir an diese Stelle.
Zusätzlich wird sie sich fragen lassen müssen, ob sie nach ihrer völlig kritiklosen Lobhudelei auf die Hamburger Inszenierung (3) und in Anbetracht ihrer leitenden Position in der Steve Barton Society (4) überhaupt in der Lage ist, die Münsteraner Inszenierung des Musicals als eigenständiges Kunstwerk zu beurteilen.
Mit freundlichen Grüßen,
Stefan Papenberg
Wer es nachlesen möchte:
(1)http://www.musicals-unlimited.net/tdv/tdv_muenster/tdv_muenster_premiere.html
(2)http://www.musicals-unlimited.net/tdv/tdv_hamburg/leserbrief.html
(3) http://www.musicals-unlimited.net/tdv/tdv_hamburg/premiere.html
(4)http://www.musicals-unlimited.net/sbs/info.html
Ich habe noch einen kleine Anmerkung zu der in meinen Augen unseeligen Kritik (1) der Frau Bauer-Püschel:
In einem Offenen Brief (2) an die Zeitschrift 'musicals' warf sie dem Kritiker des Hamburger TdV, Walter Wigand, vor, sich nicht von der Filmvorlage trennen zu können und das Musical nicht als eigenes Kunstwerk sehen zu wollen oder zu können. Nun scheint sie in eben diese Falle getappt zu sein: Durch den Vergleich mit dem von ihr so genannten 'Ur-Krolock' Steve Barton und der Hamburger Inszenierung und durch die gleichzeitige Abwertung der Umsetzung der Rolle des Krolock und damit der gesamten Münsteraner Inszenierung wird deutlich, dass sie ihrem eigenen Anspruch nicht genügen kann.
Nur damit es keine Missverständnisse gibt: Einige von ihr angebrachte Kritikpunkte und Inszenierungsfragen sind durchaus angemessen. Polanski ist halt schwer zu toppen.
Aber Äußerungen wie 'Anforderungen', die man 'erfüllen sollte' oder das '"Nightmare-Solo" (...), das man doch von einer rockigen (Männer-)Stimme hören möchte' lassen uneingeschränkte Voreingenommenheit erkennen.
Ihre Zusammenfassung der Kernaussage der Münsteraner Inszenierung als: 'wir Vampire sind dauergeile Wesen und haben deshalb permanent immensen Spaß' lässt erkennen, dass sie das zeitweise grenzenlos überspitzte Spiel der Dartsteller auf der Bühne durchaus nicht als das erkannt hat, als was sie es hätte erkennen können, ja müssen: Als hohles und morbides 'Treiben' entseelter Gestalten. Eine weitere Darlegung der darin möglicherweise enthaltenen Gesellschaftskritik, dem Zuschauer einen Spiegel vorhalten etc. (also des Tiefgangs, der Frau Bauer-Püschel offenbar entgangen ist) spare ich mir an diese Stelle.
Zusätzlich wird sie sich fragen lassen müssen, ob sie nach ihrer völlig kritiklosen Lobhudelei auf die Hamburger Inszenierung (3) und in Anbetracht ihrer leitenden Position in der Steve Barton Society (4) überhaupt in der Lage ist, die Münsteraner Inszenierung des Musicals als eigenständiges Kunstwerk zu beurteilen.
Mit freundlichen Grüßen,
Stefan Papenberg
Wer es nachlesen möchte:
(1)http://www.musicals-unlimited.net/tdv/tdv_muenster/tdv_muenster_premiere.html
(2)http://www.musicals-unlimited.net/tdv/tdv_hamburg/leserbrief.html
(3) http://www.musicals-unlimited.net/tdv/tdv_hamburg/premiere.html
(4)http://www.musicals-unlimited.net/sbs/info.html
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