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Ann-Kathrin schrieb am 18. November 2025
Vielen Dank für den unterhaltsamen Abend! Tolle Kostüme (Dämonen), gutes Makeup, ein wirklich phantastisches Bühnenbild und super Licht schaffen viele fotowürdige Bühnenmomente. Die Wucht des Orchesters und des Chors sind einzigartig für den Amateurbereich und wirklich bewundernswert. Einige der Regieeinfälle (Statuen am Anfang, zuklappende Krankenbetten- Särge, Treppe, Spiegelmoment, herausgerissenes Herz etc.) sorgen für die nötige Bebilderung und den Grusel- und Überraschungsfaktor. Außerdem ist die Gesamtenergie des Ensembles auf der Bühne spürbar hoch, was sich auch in vielen Einzelgesangspassagen und Charakterisierungen, insbesondere des männlichen Casts, niederschlägt (absolutes Monsterpensum für den Hauptdarsteller - besonders hervorheben möchte ich auch Utterson für sein natürliches Spiel/Gesang und die unterhaltsame Zeichnung des Chefzuhälters Spider). Bei so einem hohen Niveau möchte ich aber auch ein wenig Kritik anbringen. Während die Abmischung zwischen Orchester und Soli gerade noch so eine vernünftige Textverständlichkeit ermöglicht, ist die Balance zwischen Orchester und Chor einfach nicht vorhanden. Mindestens die Hälfte der Chorpassagen sind so textlich komplett unverständlich. Auch stört das ständige Hin- und Hergeschalte zwischen mikrofonierten Soli und nicht mikrofoniertem Chor doch sehr den Gesamteindruck. Da gibt es wirklich bessere (wenn auch im ersten Schritt vllt. nicht kostengünstige) Möglichkeiten, die die Soundqualität deutlich verbessern würden. Des Weiteren sind offen sichtbare Mikroports bei geschlossenen Kostümen wirklich vermeidbar - man sieht so auch die im Black stattfindenden Umbauten und Positionswechsel anhand der Portanzeigen. Mein größter Kritikpunkt betrifft aber die MASSIVE Überlänge der Produktion. Ich verstehe dass man gerade in einer Amateurproduktion möglichst vielen Akteurinnen die Chance geben will ihr Können zu beweisen... aber einige der eigentlich gestrichenen Nummern sind (mMn) mit Grund gestrichen und werten die Produktion keinesfalls auf - eigene Striche hätten hier auch nicht geschadet. 3 schwächere Balladen in Folge, die oft weder Handlung noch Charakterisierung vorantreiben, wirken irgendwann nur noch wie aneinandergereihte musikalische Versatzstücke und nehmen der Produktion ihren Musicalcharakter. Sonst: Alles in Allem eine wirklich tolle Leistung, ich habe immer große Freude an euren Produktionen. Vielen Dank!
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